Von Wortwolken, Verblödung der neuen Generation und dem Vertrauen in Googleranking

Wie oft habe ich schon Leute einen bestimmten Begriff bei Google eingeben sehen, den ersten Treffer klickend (oder hin und wieder sogar die Ads! *LACH*) und mit Begeisterung und einem gestiegenem Selbstwertgefühl, sowas sagen hören, wie: “Na also”, oder “da haben wir es!” Daß Google uns tatsächlich hilft, steht außer Frage, ich selbst bin auch über die “Meinten Sie:”-Funktion von Google des öfteren froh, wenn ich mich vertippe oder zur meiner Schande gestehend, ein Begriff auch mal komplett falsch schreibe. Wir trauen der allwissenden Maschine schon sehr viel. Da brauche ich nicht mal Duden ansurfen, wenn google mir schon mit “Meinten Sie:” ankommt… Aber ist alles das Toll und richtig, was oben steht?

Wieviel Google darf’s sein?

Wie oft klickst du dich bis zur Seite 10 oder 20 bei der google Suche? Wie oft benutzt du gar eine andere, alternative Suchmaschine? Kennst du überhaupt Alternativen, oder hat Google in deiner kleinen Welt schon die Monopolstellung bezogen? Ja? Nur bei der Suchen oder auch schon beim Verwalten deiner Termine, deinem privaten elektronischen Schriftverkehr, deinen Dokumenten, Tabellen? Du liebst den schnellen Abstecher zu Googlemaps, wenn du dich selbst mal nach dem Weg fragst? Vor wievielen Jahren ist man einfach losgezogen und hat sich nach dem Weg durchgefragt?

Keine Chance für die “Google Hasser”

Ich wage zu behaupten es gibt drei Arten von uns: Die Einen, die Google hauptsächlich zum Suchen benutzen: “Die Normalo’s”, die Anderen, die auf alles von google scharf sind (weil es ja auch so ziemlich alles kostenlos ist und sich “toll” anfühlt), die Wöchentlich bei Labs vorbeischauen, oder im schlimmsten Fall ein Google-Alert mit Begriff “google” eingestellt haben: “Die Google Junkies” und die Dritten, die aufgrund bestimmter datenschutztechnischer Vorstellungen Google misstrauen: “Die Google Hasser”, versuchen nichts von Google zu benutzen und merken aber trotzdem, dass es heute ohne google kaum mehr geht… und bleiben “rein” aber “hinten dran”.
Oder sind die letzten vielleicht einfach zu verbissen oder gar neidisch?

Ja, ich gehöre wahrscheinlich zu den Junkies mit meinem gmail account, Vorliebe zu google-earth und der Sucht nach den Antwortzeiten von google.com ..

“Macht Google Dumm?”

Aber zurück zum Thema: reicht es generell, die erste Ergebnisseite von Google-Suche sich anzuschauen? Ist alles korrekt, was im Internet steht? Soll man Wikipedia zu 100% trauen? Welche Alternativen hat die neue Generation, wenn das alles falsch sein soll? Und wenn es keine Alternativen gibt, auf welchem Wege befindet sich die Menschheit des dritten Jahrtausends? Sind wir auf einem “absteigenden Ast”?

Es hängt nicht vom Design, also dem Aussehen der Website, ob diese Informationen korrekt sind. Wer bin ich z.B. überhaupt, um dir (Ihnen) etwas über Kultur und Google erzählen zu dürfen? Was zählt ist der Nachweis der Quelle. Manche haben schon ein ganz gutes Gefühl dafür entwickelt, aber nachzuschauen (wenn überhaupt möglich), ist immer empfehlenswert.
Der Otto Normalverbraucher kann aber kaum den Content von der Werbung unterscheiden und ist schnell vom aufgeräumten Design einer Seite und dem hohen Ranking bei Google absolut in der Glaubwürdigkeit deren Inhalte überzeugt.

Schade eigentlich.

Relaunch mtv.de 2007 – Review

Es ist Vollbracht! Der “Schalter” wurde am Donnerstag umgelegt und nun seht ihr die neue MTV Seite unter www.mtv.de, deren Entwicklung in der letzten Wochen und Monaten auch an meine Gefühle und Nerven öfters strapaziert hat.
MTV.de RelaunchedSeit am Donnerstag (29.11.2007) auch die Pressemitteilung raus ist, schreiben auch “andere” über dieses kleine Ereignis.
Wir zumindest erfreuen uns einerseits über die Erneuerung, immerhin hätte die alte Seite schon erste Klasse beendet, mit ihren unglaublichen 7 Jahren! Andererseits ergeben sich nun neue Möglichkeiten, Chancen und Herausforderungen mit der neuen Seite.
Persönlich hoffe ich, die Seite und besonders das Konzept, das von der Agentur deepblue, entwickelt wurde, trifft den Geschmack der momentanen Jugend-Pop-Kultur und die technische Umsetzung von Exozet Interact robust und langlebig wird und bleibt.

Ich gratuliere und bedanke mich bei allen Beteiligten!

Was bleibt uns noch? Ach ja, abwarten und fleißig debuggen ;)